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Plattenkiste
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Wenn der Bi-Ba-Butzemann groovt
Jazzkantine: Jazzkantine spielt Volkslieder (Universal Music, VÖ: 23.3.2012)
von Sabine Glinke
Volkslieder - allein der Begriff hat für Viele etwas abschreckend Spießiges. Doch sind Heimatverbundenheit und Heimatgefühle tatsächlich nur etwas für Konservative oder genießen bei uns solche Werte einfach einen zu niedrigen Stellenwert? Dabei sind Volkslieder gar nicht so uncool, wie man glaubt. Zumindest beweist das die Brauschweiger Jazz-Rap-Formation „Jazzkantine“ auf ihrem neuen Album „Jazzkantine spielt Volkslieder“.
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Hommage an George Gershwin gefällt
Lyambiko singt Klassiker des Komponisten mit viel Gefühl und Hingabe

von Christian Lademann
Wetzlar, 8. März 2012. Welcher Name war wohl das größere Zugpferd, das dem Kulturzentrum Franzis einen proppevollen Saal - auch wenn er teilbestuhlt war - bescherte? Lyambiko oder George Gershwin - oder beide? Machen wir es kurz: Die letzte Antwort war sicherlich ausschlaggebend. Denn zum einen ist die 34-jährige Jazzsängerin und Echo-Jazz-Gewinnerin (2011) Lyambiko in der Jazzgemeinde und selbst in Wetzlar keine Unbekannte mehr - vor neuneinhalb Jahren präsentierte sie hier auch ihr Debütalbum. Danach gastierte sie noch einmal in der Braunfelser Schlosskirche und bei den Wetzlarer Festspielen (2006). Andererseits gehört die an diesem Abend präsentierte verjazzte Musik des amerikanischen Komponisten George Gershwin (1898-1937) längst zum Inventar des musikhistorischen Kanons. Man denke nur an seine Oper "Porgy and Bess", an die symphonische Jazz-Komposition "Rhapsody in Blue" und an die große Menge seiner Songs für Broadway-Shows, -Revuen und -Musical, von denen viele zu Jazz-Standards avancierten. Ein "Best of" dieser Songs hat die aus dem thüringischen Greiz stammende und in Berlin lebende deutsch-tansanianische Sängerin nun auf ihrem jüngsten und mittlerweile achten Album "Lyambiko sings Gershwin" zusammengestellt, welches sie zusammen mit ihrer Band in Wetzlar vorstellte.
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Lyrische, swingende, avantgardistische Soli
Saxofonist Chico Freeman spielt allein und unbegleitet im Licher Kino Traumstern
von Christian Lademann
Lich, 3. November 2011. Chico Freeman musizierte bereits mit Jazzgrößen wie Charles Mingus, Bobby Hutcherson, McCoy Tyner, den Marsalis-Brüdern, Lester Bowie, Don Cherry, Albert Mangelsdorff, Barbara Dennerlein oder an der Seite seines ebenfalls berühmten Vater Von Freeman. Nun stand der 62-jährige, us-amerikanische Saxofonist, der längst selbst ein gefeierter Jazzer ist, auf der Bühne des Licher Kinos Traumstern - diesmal ganz allein. In der Veranstaltungsreihe "Artist's View" servierte er dem Publikum zunächst ein gut eineinhalbstündiges Soloprogramm, um dann - so das Konzept - einen seiner Lieblingsfilme vorführen zu lassen. Auf Einladung des veranstaltenden Vereins "KünstLich", der seit den 90ern bisher vergeblich versucht hatte, Freeman nach Lich zu holen, und mit Unterstützung der Musikagentur "o-tone music" (Gießen) gab der in Chicago geborene Saxofon-Hochkaräter ein facettenreiches Stelldichein.
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